Threema – mehr als eine Alternative

Ein Messenger mit übersichtlicher Nutzeroberfläche und dazu noch mit viel Sicherheit. Das ist Threema. Threema gleicht sich automatisch mit dem Adressbuch ab, der öffentliche Schlüssel der Kontaktpartner wird vom Server heruntergeladen. Um ganz sicher zu sein, trifft man sich mit dem Chatpartner und überprüft ihren öffentlichen Schlüssel per QR-Code-Foto. Anschließend erscheinen in der Kontaktliste drei grüne Punkte und man kann sich ganz sicher sein, dass einem der Server keinen falschen Schlüssel für die E-Mail-Adresse des Freundes untergeschoben hat.
Der Austausch mittels eigener Telefonnummer ist nicht unbedingt nötig. Neue Kontakte fügt man durch Eingabe ihrer Threema-ID oder bei einem Treffen durch Abfotografieren des QR-Codes hinzu.
threema
Der Funktionsumfang ist WhatsApp durchaus ebenbürtig. Die App sieht schick aus, sie zeigt an, ob Nachrichten angekommen sind und gelesen wurden, und bietet Gruppenchats. Für den Wechsel auf ein anderes Mobilgerät erlaubt Threema ein Backup der ID, der Kontakte und aller Chats.
Obwohl Threema unter einer proprietären Lizenz steht, nutzt es die quelloffene Kryptobibliothek NaCI. Skeptiker können ihre Schlüssel und den Cyphertext der Nachrichten aus der App exportieren und selbst durch die Bibliothek jagen, um der App auf die Finger zu schauen. Negativ ist allenfalls die ab und zu verzögerte Übermittlung von Nachrichten, außerdem werden Kontaktnamen manchmal nicht angezeigt. Eine App, die einem 1,69 € (1,79 € bei iOS) wert sein sollte.

Threema
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Google Play
Entwickler: Threema GmbH
Preis: 1,60 €
Threema
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App Store
Preis: 1,79 €

Google Nexus 7 (2013) – mein Testbericht

Sofort fällt auf, das das Gewicht nur schlappe 290 Gramm beträgt. Das (etwas größere) iPad mini wiegt 309 Gramm, wobei zumindest ich nicht in der Lage bin, den Unterschied zu “fühlen”. Die Farbauswahl fällt leicht, das Gerät ist nur in Schwarz erhältlich. Form und Design des Vorgängermodells wurden nahezu unverändert beibehalten. Vorne finden sich neben der Frontkamera nur noch die Benachrichtigungs-LED. Die mattschwarze Plastik-Rückseite wirkt ebenfalls sehr wertig und kommt optimal rutschfest daher. Die Rückkamera, die mit 5 Megapixel auflöst. Ansonsten wären da noch die Stereo-Lautsprecher, die sich hinter Bohrungen im oberen und unteren Teil der Rückseite befinden. Ein 3,5 mm Klinkenstecker für Kopfhörer ist natürlich ebenfalls vorhanden.

Einfach nur geil. Das atemberaubende Full-HD-Display, bei 1920 x 1080 Pixel kommt man auf eine Pixeldichte von 323 ppi. Satte Farben, eine selbst im Freien mehr als ausreichende Helligkeit. Wer natürlich voll “aufdreht”, kann sich nach kurzer Zeit vom Akku verabschieden.

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Wie bei vielen aktuellen Smartphones und Tablets verbaut ASUS einen Qualcomm-Prozessor. Konkret eine Snapdragon S4 Pro CPU mit vier Kernen und 1,5 GHz, eine Adreno 320 GPU und 2 GB RAM. Der Arbeitsspeicher hat sich also im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt und mit diesen Kern-Spezifikationen gleicht das Nexus 7 dem in Sachen Performance sehr überzeugenden (und von mir geliebten) Smartphone Nexus 4, das von LG gefertigt wird. Als bekennender Nicht-Spieler habe ich das Gerät in keinem Fall an seine Leistungsgrenze treiben können. Angesichts der Ausstattung sind aber natürlich die aktuellsten Grafik-Kracher für das Nexus 7 kein Problem. Das sollte auch noch für eine längere Zeit so bleiben.

Wie bei Nexus-Geräten üblich, kommt auch beim neuen Modell des Nexus 7 eine unangepasste Vanilla-Version von Android zum Einsatz. Und natürlich nicht in irgendeiner Version, sondern in der aktuellsten mit der Nummer 4.3. Eine der wichtigsten Neuerung hört auf den Namen „Eingeschränkte Profile”. Wie man das z.B. von Desktop-Rechnern kennt. Für mich jetzt eine eher unwichtige Funktion, habe es bislang nicht mal ausprobiert. Hinter den Kulissen hat sicher ebenfalls etwas getan: Android 4.3 unterstützt das stromsparende Bluetooth LE, was eine ressourcen-schonendere Kommunikation mit Gadgets wie Fitness-Trackern oder Smartwatches erlaubt. Vielleicht für BT-Fans interessant. Und auch OpenGL 3.0, das einige verbesserte Grafik-Gimmicks verspricht, wird nativ unterstützt.

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Die Stereo-Lautsprecher befinden sich an den oberen und unteren Ecke der Rückseite. Der Vorteil ist, dass sich der ausgegebene Ton besser verteilen kann, wenn das Nexus 7 beispielsweise auf einem Tisch liegt. Zudem wurde gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut ein virtueller Dolby Surround-Modus inkludiert, mit dem besserer Raumklang erreicht wird. Die Soundausgabe ist für ein Tablet eindeutig überdurchschnittlich. Gegenüber dem Vorjahres-Modell ist diesmal auch eine Rückkamera mit 5 MP-Sensor zu finden. Für ein Tablet ist sie mehr als ausreichend. Generell kann diese Neuerung eher als nettes Extra, als ein längst überfälliges Muss betrachtet werden. Um den Preis weiter zu drücken, hätten ASUS und Google auch diesmal auf die Rückkamera verzichten können.

Wie auch das Nexus 4 unterstützt das neue Nexus 7 Wireless Charging nach dem Qi-Standard. Das Gerät ist also mit entsprechenden Ladegeräten kompatibel und lässtsich mit diesen kabellos aufladen. NFC ist ebenfalls an Bord und – das ist für viele wichtig – OTG bzw. USB-Host wird unterstützt. Mit einem entsprechenden Adapter lassen sich handelsübliche USB-Sticks mit dem Nexus 7 verbinden und so Musik, Filme oder sonstige Daten extern (auch ohne micro SD-Slot) auslagern.

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Fazit

Mit dem Nexus 7 in der 2. Auflage setzen ASUS und Google Maßstäbe. Das Nexus 7 (2013) fühlt sich absolut hochwertig an, das Display ist der absolute Hammer und die Performance ist hervorragend. Die Laufzeit liegt eindeutig im Spitzenbereich. Das immer wieder monierte Fehlen einer Speicherweiterung via microSD-Karte kann ich nicht nachvollziehen. Mir fehlt es nämlich nicht. Wer sich ein Tablet zulegen möchte, sollte definitiv zum Nexus 7 greifen. Neben den technischen Daten sollte man den wirklich fairen Preis und die rasche Update-Versorgung durch Google im Blick haben. Also zugreifen!

Kann ich mein Smartphone schützen?

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist unsere Vorstellung von Sicherheit und Vertraulichkeit im Internet mehr als erschüttert. Nach bekannten Informationen scannt die US-Sicherheitsbehörde NSA nahezu den gesamten Webverkehr, kann ihn beliebig durchsuchen und knackt dabei viele bislang als vertrauenswürdig eingeschätzte Verschlüsselungsmethoden wie SSL- oder VPN-Verbindungen.

Müssen wir da eigentlich noch auf Datenschutz achten? – wenn der Big Brother ohnehin alles mitliest. Allemal, da für uns normale User eher die Cyberkriminellen die größere Bedrohung darstellen. Denn diese haben es direkt auf unsere Konten und digitalen Identitäten abgesehen.

Natürlich gibt es keinen absoluten Schutz. Doch auch Experten sind sich einig: Verschlüsselung von Nachrichten und Daten erschwert allen Spionen und Kriminellen ihr Geschäft zumindest deutlich. Edward Snowden setzt bei seiner E-Mail-Kommunikation selbst auch auf Verschlüsselungstools wie Open PGP. US-Kryptograph und Sicherheitsanalyst Bruce Schneier spricht gar bereits von einer „Bürgerpflicht zur Verschlüsselung”. Er rät dazu, bei der Internetnutzung wann immer möglich gesicherte Verbindungen einzusetzen. Zwar hätten die NSA und andere Geheimdienste einige der dafür vorgesehenen Verschlüsselungen bereits unterwandert. Doch das treffe längst nicht auf alle der für SSL- und VPN-Verbindungen genutzten Digitalschlüssel zu. Zudem sei die Entschlüsselung aufwendig und teuer – und es sei wichtig, den Geheimdiensten ihr Geschäft so schwer wie möglich zu machen. Letzten Endes sei man als Endanwender mit verschlüsselten Verbindungen immer noch besser geschützt, als wenn man ganz auf deren Einsatz verzichte.

Aber nun zum praktischen Einsatz auf dem Smartphone. Zu beachten ist, dass das Angebot an einschlägigen Tools für Android am größten ist – was auch damit zu tun hat, dass einige der genannten Apps ein Rooting voraussetzen. Auch für iOS sind mehrere Krypto-Apps verfügbar – systembedingt können sie allerdings nicht so tief in die Gerätesoftware eingreifen wie bei Android. Da ich derzeit nicht im Besitz von Geräten mit den Betriebssystemen Windows Phone und Blackberry bin, bleiben diese Systeme außen vor. Natürlich macht Verschlüsselung nur Sinn, wenn der Empfänger diesselbe App installiert hat, um die Verschlüsselung wieder aufheben zu können.

Security-Tools

APG
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Google Play
Entwickler: Thialfihar
Preis: Kostenlos
Boxcryptor Classic
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Entwickler: Secomba GmbH
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EDS Lite
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Entwickler: sovworks
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iPGMail
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App Store
Entwickler: Wyllys Ingersoll
Preis: 1,79 €
Seecrypt
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Google Play
Entwickler: Seecrypt
Preis: Kostenlos

Anti-Viren-Lösungen

Avast (www.avast.com/de-de, kostenlos, Android, iOS)
Bitdefender (www.bitdefender.de, 7,95 Euro pro Jahr, Android)
G Data (www.gdata.de, 18,95 Euro pro Jahr, Android)
Kaspersky (www.kaspersky.com/de, 10,95 Euro pro Jahr, Android)
McAfee (www.mcafee.com/de, 29,99 Euro pro Jahr, Android)
Symantec (de.norton.com, 29,99 Euro pro Jahr, Android, iOS)
TrustGo (www.trustgo.com, kostenlos, Android)