Ab nach Gehrden – als Patient und als Besucher

Am 12. September suchte ich als Patient das Krankenhaus Springe auf. Die Aufnahme erfolgte durch den Pförtner (!). Nach dem Hinweis durch die Schwester in der Notaufnahme wartete ich etwa 30 Minuten auf den Arzt. Nachdem im Krankenhaus dann endlich ein Arzt gefunden war, warf dieser kurz einen Blick auf meine Wunde und bemerkte: „Sie müssen ohnehin nach Gehrden“. Er schrieb mir zumindest noch eine „Überweisung“ nach Gehrden, die dort aber ohnehin nicht benötigt wurde. Anmerkung: Obwohl die offizielle Schließung für den 15.9. angekündigt war, war bereits am 12.9. die Notaufnahme nicht mehr besetzt, alle Geräte etc. bereits abgebaut bzw. scheinbar für einen Transport vorbereitet.

Nachdem ich durch einen Freund nach Gehrden gelangte, suchte ich die dort die neue Zentrale Notaufnahme auf. Nach etwa 3 Stunden hatte ich das gesamte Prozedere durchlaufen (Untersuchung, Röntgen, Diagnose, Versorgung). Fazit: Personal sehr nett und bemüht.
Zu meinem Glück war an diesem Samstagnachmittag die Notaufnahme sehr schwach frequentiert, so dass alles sehr zügig ablaufen konnte. Die Räumlichkeiten sind sehr verwirrend, Beschriftungen zu klein oder missverständlich.
Wie sollte ich allerdings nach Hause kommen? Als Nicht-Autobesitzer extrem umständlich (ich hätte aber auch durch den angelegten Gips nicht fahren können). Durch Zufall fand sich wiederum ein Bekannter, der mich nach Altenhagen I mitnahm.

Jemanden in Gehrden besuchen – eine Odyssee für Öffi-Nutzer

Empfehlung: Bevor man zu diesem Abenteuer aufbricht, sollte man den Fahrplan ganz besonders gut zu Rate ziehen.
Als Arbeitnehmer wird man insbesondere den Samstag zu einem Besuch von Angehörigen nutzen. Hier bieten sich aus Springe zwei Möglichkeiten an:

  • Von Springe mit der S-Bahn nach Weetzen, dann mit dem Bus nach Gehrden
  • Von Springe mit der S-Bahn nach Hannover, dann mit dem Bus nach Gehrden

Problematisch nur, das die Linie 350, die den Bahnhof Weetzen mit Gehrden verbindet, am Wochenende nicht fährt. So ist man gezwungen, zum Bahnhof Linden/Fischerhof zu fahren, dort die Stadtbahn bis zu Endhaltestelle Wettbergen zu besteigen und dort in den Bus der Linie 500 nach Gehrden umzusteigen. Die Umsteigezeiten sind allerdings sehr knapp bemessen. Fahrzeit 1:31 Stunden.
Ich entschied mich daher für die Fahrt zum Hauptbahnhof und stieg am ZOB in Linie 500 ein (direkt nach Gehrden). Hier bleiben einem die Umstiege erspart, aber ist dafür immerhin über eine ¾ Stunde mit dem Bus unterwegs. Fahrtzeit 1:19 Stunden.
Man ist also bei einem Besuch in Gehrden für Hin- und Rückfahrt mindestens 2 ½ Stunden unterwegs.
Warum existiert keine durchgehende Busverbindung von Bahnhof Weetzen nach Gehrden und zurück? Besonders an Wochenenden und mit überschaubaren Wartezeiten in Weetzen. Traurig!