Warum du (k)eine Smartwatch brauchst

Weihnachten 2014. Der Postbote bringt sie vorbei. Die LG G Watch R. Eine Smartwatch. Ein klassischer Spontankauf, die einzige Überlegung war, ein rundes Gehäuse. Eine Uhr muss rund sein!

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Der Lieferumfang, wie bei den heutigen Gadgets üblich, ist bescheiden. Smartwatch, USB-Kabel, Ladeadapter, Kurzanleitung. Die Anleitung braucht ihr nicht, USB-Kabel hat man vermutlich eh wie Sand am Meer. Aber, das große Manko, der Ladeadapter. Muss man halt immer mitschleppen, zumindest, wenn man auf Reisen geht. Sonst ist halt nix mit Saft für den Akku.

Die Uhr kommt im mattschwarzen Metallgehäuse, mit einem schicken Lederarmband (nix spezielles, kann man also einfach wechseln, je nach Geschmack). Mittlerweile habe ich ein mattschwarzes Metallarmband dran, wer zum ersten Mal wechselt, guckt sich vielleicht dazu ein Youtube-Video an. Das 1,3 Zoll P-OLED Display ist einwandfrei abzulesen, die Auflösung reicht vollkommen aus. Die Helligkeit habe ich auf das Minimum runtergedreht, reicht selbst bei Tageslicht absolut aus.

Das auf der Smartwatch Android Wear läuft, versteht sich eigentlich von selbst. Das Koppeln mit dem Smartphone klappt ab Android Version 4.3 problemlos, die Marke ist natürlich egal. Klar, ohne gekoppeltes Telefon an eurer Seite ist eine Smartwatch nicht viel mehr als ein Stück Metall. Im umgekehrten Fall natürlich gibt es jede Menge Funktionen. Pulsmesser, Schrittzähler, Druckmesser, Kompass-Funktion… Ach ja, quatschen klappt natürlich auch. Habe ich in 4 Monaten etwa ein halbes Dutzend mal ausprobiert (das mit “K.I.T.T.” funktioniert leider nicht).

Ein 410 mAh-Akku ist für eine Smartwach schon ziemlich viel – ja wirklich. Ich komme, bei normaler Nutzung, mittlerweile so auf 2 Tage, ab und zu auch etwas mehr.  Bei komplett leerem Akku sollte man etwa 70 Minuten für das Laden einplanen.

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Braucht man also unbedingt eine Smartwatch?

Nein, definitiv nicht. Als Technik-Junkie (erwischt!) kauft man sich so etwas natürlich. Mein hauptsächlich genutztes Feature? Ganz klar, die Uhrzeit. Natürlich ist es angenehm, Kleinigkeiten auf der Smartwatch zu erledigen, To-Do-Liste, Kalender, Stoppuhr, Wecker. Sich all den Messenger-Kram zwischendurch anschauen zu können, ohne mit dem Riesen-Smartphone zu wedeln, passt auch. Dürfte bei vielen Gelegenheiten unauffälliger sein und daher auch eher sozial akzeptiert werden.

Wer aber ohnehin nur zweimal täglich auf sein Smartphone schaut und das Ding meistens nur zum Internetsurfen verwendet, braucht sicherlich keine Smartwatch. Denn trotz aller Funktionsvielfalt befinden wir uns immer noch in der ersten Gerätegeneration. Da geht noch was! Die Zeit bis dahin lässt sich dann auch mit der guten alten Analoguhr überstehen.

Mein 5. BibCamp – es hat (mal wieder) richtig Spaß gemacht

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Diesmal also Leipzig. Nachdem ich im letzten Jahr nicht nach Potsdam fahren konnte, freute ich mich um so mehr auf Leipzig, mir nicht nur bekannt vom alljährlich dort stattfindenden Bibliothekskongress. Eine meiner Lieblingsstädte der Republik.

Einzig und allein beim Wetter hatte das Orga-Team etwas gepatzt, trotz zeitweiligem Sonnenschein, es war es recht frisch ;-)
Aber sonst, alles prima. Ständig war die Versorgung mit Essen und Getränken gewährleistet, überall waren nette studentische Helferinnen und Helfer Fragen aller Art ansprechbar. Unterstützung gab es von zahlreichen Leipziger Bibliotheken.

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Unter den rund 150 Teilnehmern fehlten einige “Veteranen”, dafür gab es viele Newcomer, was der ganzen Veranstaltung, wie ich finde, doch mal etwas neuen Schwung gab. Stellenweise hätte ich mir etwas mehr Beteiligung bei den Diskussionen gewünscht, aber jeder hat halt mal klein angefangen.

Dank der fleißigen Mitschreiber spare ich mir hier die Dokumentation der von mir moderierten Sessions (“Sind standortbasierte Netzwerke tot?” und “Lobbyismus und Abhängigekeiten in Bibliotheken“).

Ach ja, das traditionsreiche Social Event, diesmal im Studentenkeller StuK veranstaltet, war ganz großes Kino! Vielen Dank dafür!

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